Gesundheitsmanagement und Gesundheitspsychologie
Im Zentrum steht das Gesundheitsverhalten von Menschen, das von der Motivation zur gesunden Lebensführung bestimmt wird.
Nicht die Abwesenheit von Störung bedeutet Gesundheit, sondern die selbstregulative Fähigkeit, mit diesen Störungen fertig zu werden.
Die Gesundheitspsychologie bietet wissenschaftlich begründete psychologische Interventionen zur Beeinflussung des Gesundheitsverhaltens.
Die konkreten Maßnahmen zielen auf Gesundheitsförderung(Salutogenese) und Krankheitsverhütung(Prävention).
Prinzipiell geht es um die Stärkung salutogener(die Gesundheit fördernde) und um den Abbau riskanter, pathogener(Krankheiten fördernde) Verhaltensweisen.
Dieser Denkweise liegt ein biopsychosozialer Gesundheitsbegriff zugrunde: Gesundheit wird als autoregulative Potenz des Organismus gesehen und liegt dann vor, wenn eine Person mit den vielfältigen Anforderungen ökologischer, sozialer, psychischer und somatischer Natur ausreichend gut umgehen kann. Diese Kompetenz umfasst Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Nutzung innerer und äußerer Ressourcen, die es dem betroffenen Menschen ermöglichen, das für ihn gewohnte Leben zu führen.
Auf der Basis des salutogenetischen Modells von Antonovsky (1976, 1987) wird gemeinsam untersucht und reflektiert, was gesund erhält und welche Maßnahmen daraus abgeleitet werden können.
Der individuelle Lebensstil bestimmt, in welchem Ausmaß pathogene Risikofaktoren einerseits und salutogene Schutzfaktoren andererseits wirksam werden.
Ablauf
- Am Beginn steht die Erhebung des Ist-Zustandes – die Analyse des individuellen „Work-life-style“. Der prototypische Ablauf eines normalen Arbeitstages wird untersucht. Dabei werden die Arbeitszeiten sowohl quantitativ als auch qualitativ aufgelistet. Darauf folgt die Ermittlung der wesentlichen Stressfaktoren mit Hilfe einer Skalierung.
- Alternativ dazu wird auch das persönliche Freizeitverhalten unter die Lupe genommen. Die Tagesaktivitäten werden sodann in Kategorien „gesundheitsfördernd vs. krank machend“ eingeteilt und die stärksten Faktoren isoliert.
- Die Analyse des Ist-Zustandes bildet den Ausgangspunkt für ein weiterführendes, ressourcenorientiertes Vorgehen hin zum erwünschten Soll-Zustand. Mit Hilfe von Tranceübungen gelangen die TeilnehmerInnen zu einer Vision ihres gesunden, befriedigenden und lustvollen Lebens-, Arbeits- und Freizeitstils, der mittels Bild- und Symbolbildung sowie körperlicher Haltungsarbeit („Die Geste der Kraft finden“) verankert wird.
- Die daraus abgeleiteten konkreten Veränderungsschritte sowie deren Überprüfungskriterien werden festgehalten.
- Die Begleitung und Absicherung der Ergebnisse erfolgt in peer-groups, die sich in bestimmten Abständen treffen. In diesen Gruppen, die ca. 4 Personen umfassen, wird einerseits an bestimmten inhaltlichen Themen gearbeitet, anderseits findet ein „Personal coaching“ statt, in dem sich die beteiligten Personen wechselseitig in ihren Veränderungsprozessen begleiten und unterstützen. So werden die Ergebnisse laufend überprüft, die Hindernisse auf dem Veränderungsweg analysiert und neue Strategien entwickelt.
- Darüber hinaus wird bioenergetische Körperarbeit in der Gruppe angeboten.